HÖRDIAGNOSTIK
Angebot der Praxis
Beim Neugeborenen, Säugling, Kleinkind:
Beim Kindergartenkind, Vorschulkind:
Bei behinderten Patienten:
Beim Schulkind und beim Erwachsenen:
Hörprüfung beim Säugling: Die meisten geburtshilflichen Kliniken oder Abteilungen führen in den ersten Lebenstagen Auch das Friedrichshafener Klinikum bietet diese Diagnostik als Serviceleistung an.
Bei nicht erfolgter Messung, bei unklarem Befund oder unsicherem Messergebnis sollte die Höruntersuchung mit besserer Messtechnik unbedingt in der HNO-Praxis erfolgen.
Dabei kommen auch andere Meßmethoden, wie z. B. die Hirnstammaudiometrie (BERA) zur Anwendung.
Otoakustische Emissionen (OAE) Das Ohr wandelt beim Hörvorgang nicht nur Schallschwingungen in elektrische Energie um, sondern sendet auch (sehr leise) Schallwellen aus. Diese entstehen als Folge der Zellaktivität der äußeren Haarzellen im Innenohr, quasi als Abfallprodukt des Hörvorganges. Mit einem hochempfindlichen Mikrophon und entsprechenden EDV-Programmen können wir diese Emissionen messen. Gut ableitbare Emissionen sprechen mit einer Genauigkeit von ca. 97 % für ein normales Gehör.
Die Messung ist schmerzfrei, dauert ca. 30 – 120 Sekunden, das Baby hört dabei Geräusche wie ein Zweitonklang oder Klappern. Ein kleiner Ohrstöpsel wird dabei in die Ohrmuschel gesteckt. Das Kind sollte zur Messung satt, frisch gewickelt und zufrieden müde sein – bei schlafenden Kindern ist das Messergebnis am schnellsten zu erzielen.
Die Messung kann am besten im Liegeteil des Kinderwagens oder im Babysitz erfolgen. Auch im Arm der Mamma liegend kann das Baby untersucht werden. Diese Messtechnik ist beim Hörscreening führend, d.h. wird im Rahmen der (hoffentlich bald flächendeckend erfolgenden) Säuglings-Vorsorgeuntersuchung verwendet.
Hirnstammaudiometrie (brainstem evoced response audiometry, BERA) Hier wird die Reizweiterleitung des elektrischen Impulses im Hörnerv/Hirnstamm nach einem akustischen Reiz gemessen. Diese elektrische Aktivität kann man mit hochempfindlichen Elektroden auf der Kopfhaut ableiten und mit einem entsprechenden EDV-Equipement auswerten. Dazu ist notwendig, 3 Ableitelektroden auf Ohrgegend und Stirn zu kleben, ähnlich wie Elektroden bei EKG oder CTG. Aus einem Kopfhörer neben dem Ohr des Kindes kommen Geräusche wie Morsezeichen.
Diese Messtechnik ist weniger von äußeren Störfaktoren (wie Schmatzen oder Zappeln des Kindes) als die OAE beeinflussbar, aber zeitaufwendiger. Die besten Voraussetzungen für eine schnelle Messung sind bei den OAE beschrieben.
Informationen zum Thema Das Hören ist Grundvoraussetzung für die zwischenmenschliche Kommunikation. Nur ein funktionierendes Gehör erlaubt den normalen Erwerb der Sprache und auch sprachverbundener Fähigkeiten wie Lesen und Schreiben. Das Hören ist sehr viel komplexer aufgebaut als das Sehen, nimmt mehr Raum und Leistung im Gehirn in Anspruch. Die wissenschaftliche Forschung hat in den letzten Jahrzehnten viele Techniken und Möglichkeiten entwickelt, das Hören messbar zu machen und schlechtes Hören zu verbessern.
Grundsätzlich zu unterscheiden sind
Wie funktioniert der Hörvorgang?
„Peripheres Gehör“ Ohrmuschel - Gehörgang - Mittelohr - Innenohr - Hörnerv Schallwellen erreichen die Ohrmuschel, werden durch diese gezielt in den Gehör- Das ovale Fenster schließt das Innenohr zum Mittelohr ab.
Das Innenohr besteht aus 3 flüssigkeitsgefüllten Gängen, die in einem umhüllenden
Entlang dem inneren Gang sind 2 Reihen von Hörzellen, die inneren und äußeren Haarzellen, positioniert. Diese wandeln die Wellenbewegung in elektrische Impulse um; vergleichbar vielleicht mit einem feinen Tastschalter, der auf Druck Strom fließen lässt.
Insgesamt ca. 15000 Haarzellen sind an diesem Umwandlungsvorgang beteiligt. Dieser mechano-elektrische Umwandlungsvorgang kostet viel Energie, erfordert eine gute Durchblutung des Innenohres. Die elektrischen Impulse werden dann im Hörnerv, wie in einem Elektrokabel, dem Gehirn zugeleitet.
„Zentrales Gehör“ ie Hörbahn im Gehirn analysiert und modifiziert das Gehörte nach bestimmten Qualitäten, z. B. nach Anfang und Ende eines Hörreizes, nach Zeit- und Rhythmusmerkmalen. Das Gehörte wird somit präpariert für die genaue Hörwahrnehmung im Großhirn. Einflüsse der Psyche, Abgleich mit bereits bekannten Höreindrücken, Ausfiltern informationsloser Signale erfolgen ebenfalls auf dem Weg des Gehörten zum Großhirn. Die Höreindrücke beider Seiten werden zusammengeführt und verknüpft.
Im Großhirn (Cortex) wird das mittlerweile modifizierte Hörsignal wahrgenommen, das heißt bewusst erlebt. Die einzelnen Hirnhälften haben dabei bestimmte Dominanzen, z. B. für das Wahrnehmen von Musik, Sprache, Rhythmus. Das zentrale Hören ist bei weitem noch nicht ausreichend erforscht, das Wissen darüber nimmt laufend zu.
Das Hören im Lauf des Lebens "Und es geschah, als Elisabeth den
(Lukas 1,41)
Bereits im Mutterleib beginnt das bewusste Hören, ab der 22. Schwangerschafts-
Links www.ci-centrum.de/Hoerscreening/indexhoerscreening.html http://www.uni-tuebingen.de/cochlea/deutsch/index_de.htm
Infomationsplattform der Patienten-Selbsthilfeorganisation
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Dr. med. Bernhard Spahn Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenkrankheiten
Charlottenstr. 15 88045 Friedrichshafen
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