SCHNARCHEN (RHONCHOLOGIE), SCHLAFBEZOGENE
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Die Diagnostik und Therapie des Schnarchens und der damit verbundenen Beschwerden und Risiken sind inzwischen zur eigenen Wissenschaft geworden.
Man muß zwischen verschiedenen Arten von Schnarchen unterscheiden: 1.Dem harmlosen, jedoch für die Umwelt belastenden Schnarchen (Nasenschnarcher und / oder Gaumensegelschnarcher), welches Lautstärken bis zu 90 dB(A) erreichen kann. 2. Dem Schnarchen mit Atempausen, genannt auch (obstruktives) Schlaf-Apnoe-Syndrom.
http://www.snorban.com/index.htm
Schnarchen ist damit nicht nur ein soziales Problem, sondern durch den Zusammenhang mit dem obstruktiven (d.h. Einengung der Atemwege)Schlaf-ApnoeSyndrom eine Gesundheitsstörung, die zur Entwicklung von Herz-Kreislauf- Erkrankungen langfristig führen kann.
19% der Bevölkerung schnarchen regelmäßig und zwar ca. 24% der Männer und 14% der Frauen. Die Häufigkeit des Schnarchens nimmt mit dem Alter zu. In der Altersklasse 60-65 Jahren findet sich das Schnarchen am häufigsten. In Deutschland gibt es mehr als 20 Mio. Menschen , die schnarchen. 200 000 leiden an lebensbedrohlicher Schlaf Apnoe(Schlafen mit Atempausen), Männer
Das Schnarchen korreliert außerdem mit dem Gewicht. 16% der Normalgewichtigen schnarchen und 45% der fettleibigen Menschen. Das Risiko für einen Gewohnheitsschnarcher, einer ischämischen Herzerkrankung, d.h. z.B. einem Herzinfarkt zu erliegen, ist signifikant höher als bei einem Nichtschnarcher und zwar um das Doppelte.
Das Risiko für einen Schnarcher an Bluthochdruck zu erkranken ist auch doppelt so hoch wie für einen Nichtschnarcher. Es besteht damit sowohl in Bezug auf das Alter als auch auf das Gewicht ein Zusammenhang mit dem Schnarchen.
Im wachen Zustand ziehen sich die Muskeln so stark und ausreichend im Zungen-Mundbodenbereich zusammen, dass das Atemrohr offen gehalten wird. Im Schlaf reduziert sich der Muskeltonus, d. h. der Bereich der oberen Atemwege, der nicht vom stabilen Gerüst wie Kehlkopf und Luftröhre offen gehalten wird sondern durch Muskelzug gesichert wird, kann während der Einatmung zusammen fallen.
Der Rachen wird durch den Unterdruck ringförmig eingeengt, Kehldeckel und Zungengrund wandern nach hinten und verkleinern die Öffnung. Es entsteht ein Schnarchgeräusch. Verlegungen der Atemwege führen über stärkere Druckschwankungen im Brustbereich zu höherer Belastung für Herz- und Kreislaufsystem und durch Sauerstoffuntersättigung zu Bluthochdruck , Herzrhythmusstörungen und Herzschwäche.
Verstärkt wird Schnarchen durch Schlafmittel und Alkohol. Zur Frage nach Apnoephasen sind zuerst die Lebensgefährten nach Häufigkeit und Dauer gefragt.
Therapie Eine wenig eingreifende nahezu schmerzlose operative Maßnahme stellt die Radiofrequenztherapie am weichen Gaumen dar (Somnoplastie , mehr Informationen hierzu erhalten Sie unter der Internetadresse www.schnarchoperationen.de oder www.somnolab.de).
Eingreiferende operative Maßnahmen (neben anderen) sind die Operation mitTeilverkleinerung des Gaumens und Zäpfchens (UPPP/LAUP). Über weitere Maßnahmen spricht nach entsprechender Diagnostik Ihr Arzt mit Ihnen.
UPPP = Uvulopalatopharyngoplastik LAUP = Laserassoziierte Uvuloplasik
Schnarch-Operation Beeinflussung des Schnarchens durch operative Eingriffe an der Nase
Die Erfolgschancen werden in mehreren Studien mit ca. 80% angegeben. Bei der neuartigen Behandlungsmethode, die in den USA entwickelt wurde, wird mit sanften niederfrequenten Radiowellen innerhalb von Minuten genau das überschüssige Gewebe („webbing“) im Gaumen abgetragen das für das Schnarchen verantwortlich ist. Weil die Wunde im selben Moment von dem „unsichtbaren Messer“ wieder verschweißt wird, fließt kaum Blut. Der Eingriff kann in örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Im Gegensatz zur Therapie mit Laser (LAUP = laser assoziierte uvulopatatoplastik) treten keine schmerzhaften Schwellungen auf, weil das Gewebe schonend geschnitten und nicht - wie beim Laser - bewußt verkohlt wird.
Vor einer derartigen Operation sollte der Patient allerdings abgeklärt sein in Bezug auf ein sogenanntes Schlafapnoe (OSAS -obstruktives Schlafapnoe-Syndrom), dem krankhaften Schnarchen, bei dem im Schlaf regelmäßig die Atmung für Sekunden bis zu einer Minute und länger aussetzt, kann mittels Radiofrequenzchirurgie praktisch nicht geholfen werden, bis auf wenige Patienten als Unterstützung für die notwendige Beatmungstherapie über z.B. CPAP /BIPAP. Geeignet für die neue Technik sind vor allem so genannte primäre Schnarcher (Velumschnarcher – Gaumensegelschnarcher) deren Gaumensegel zu dick oder zu lang ist – was bei 90 % der 20 Millionen deutschen Schnarcher der Fall ist.
http://www.weinmann.de/schlafdiagnose http://www.embla.com/Products/Diagnostic/ http://www.sutter-med.de/anwendungen/schnarchtherapie/index.html http://www.charite.de/dgsm/dgsm/index.html http://www.snorban.com/index.htm
Literaturhinweis: Dr. med. Derek S. Lipman, „Schnarchen, die Säge an der Liebe...“, ISBN 3-77205-1651-2
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Dr. med. Bernhard Spahn Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenkrankheiten
Charlottenstr. 15 88045 Friedrichshafen
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