STIMMSTÖRUNGEN
Angebot der Praxis
Untersuchung, Ablauf, Zeitplanung Die Untersuchung des Kehlkopfes und seiner Stimmleistung findet am besten
Der Untersuchungsgang selbst ist harmlos, ggf. wird ein Oberflächenanästhetikum (Betäubungsmittel für die Schleimhaut des Rachens) in den Mund eingesprüht. Die Diagnostik der physikalischen Stimmparameter geschieht durch Textlesen und Singen im Rahmen einer Stimmfeldanalyse (Phonetogramm).
Informationen zum Thema Stimmstörung bedeutet, dass die Leistungsfähigkeit des stimmbildenden Organs, des Kehlkopfes, eingeschränkt ist. Die Ausprägung der Stimmstörung variiert von Heiserkeit (Dysphonie) bis hin zur Stimmlosigkeit (Aphonie). Die häufigste Form der Heiserkeit ist jedem von uns bekannt, die Heiserkeit bei einem Infekt von Rachen und Kehlkopf.
Die menschliche Stimme ist in ihrer Leistungsfähigkeit und Modulationsfähigkeit beeindruckend. Der Umfang der Stimme reicht von ca. 50 Hz bis zu 2000 Hz,
also knapp 2 Oktaven
Im unteren Drittel des Stimmfeldes liegt die sog. mittlere Sprechstimmlage,
Die Lautstärke der Stimme hängt vom Anblasedruck der Lunge (Ausatmungsdruck) und vom Muskelapparat des Kehlkopfes ab, die max. Stimmlautstärke dürfte
Störungen der Stimme bedeutet meistens Störungen der Schwingungsfähigkeit der Stimmlippen. Organisch sind dafür entzündliche Veränderungen (Schwellung, Rötung, Unruhe der Oberfläche) oder gutartige Auflagerungen (Polypen, Knötchen, Zysten) oder bösartige Veränderungen (Kehlkopfkrebs) verantwortlich.
Auch Veränderungen durch falschen Stimmgebrauch (Schreiknötchen), durch Kraftverlust der Muskel (Greisenstimme), durch psychische Störungen oder durch Nervenlähmungen (Stimmbandnervlähmung) können für Heiserkeit verantwortlich sein. Allgemein gilt, dass jede Heiserkeit, die länger als 3 Wochen dauert, fachärztlich mit dem notwendigen Gerät und Wissen abgeklärt werden soll.
Der Kehlkopfkrebs Eine gefürchtete Erkrankung ist der Kehlkopfkrebs, ist doch seine Behandlung immer noch mit dem Ruf der Verstümmelung durch lebenslange Stimmlosigkeit und Atmen durch ein künstliches Loch im Hals verbunden. Hier hat sich in den letzten Jahren vieles zum Positiven geändert, sowohl durch die frühe Erkennung dieser Tumorform als auch durch verbesserte Behandlungskonzepte (z. B. Laserchirurgie).
Ca. 7 Fälle von Kehlkopfkrebs kommen auf 100 000 Einwohner im Jahr, das sind ca. 1–2%
Annähernd ausschließliche Ursache für Kehlkopfkrebs ist das Rauchen. An der engsten Stelle im Luftweg, den Stimmlippen im Kehlkopf, bleiben dabei die schädigenden Inhaltsstoffe des Tabakrauches hängen (N-Nitrosoverbindungen, polyzyklische Kohlenwasserstoffe, Amine) und wirken mutagen bzw. krebsfördernd. Weitere Ursachen für Kehlkopfkrebs können gewerbliche Noxen (z.B. Asbest, Ruß, Hitze) sein.
Das erste Symptom des Kehlkopfkrebses ist in der Regel die Heiserkeit, die sehr zeitig und hartnäckig bei schon sehr kleinen Krebswucherung auftritt. Ein genauer Blick mit der Kehlkopflupe unter stroboskopischer Beleuchtung entdeckt diese Geschwulst sehr treffsicher, die Entfernung des Tumors geschieht dann operativ unter Erhaltung von Kehlkopffunktion und Stimme. Größere Tumoren, die dann schon meist zusätzliche Schluckstörungen verursachen, können in einer Vielzahl der Fälle laserchirurgisch reseziert werden. Die Kehlkopffunktion bleibt dabei erhalten, die Qualität der Stimme nimmt aber zwangsläufig ab.
Eine sinnvolle Vorsorgeuntersuchung bei Rauchern ist die jährliche Kehlkopfuntersuchung mit dem Lupenstroboskop.
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Dr. med. Bernhard Spahn Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenkrankheiten
Charlottenstr. 15 88045 Friedrichshafen |
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