SCHNARCHEN (RHONCHOLOGIE), SCHLAFBEZOGENE
ATEM-STÖRUNGEN, OSAS (OBSTRUKTIVES SCHLAF-APNOE-SYDROM) |
Seite drucken |
Angebot der Praxis
| • |
Schlaf-Apnoe-Polygraphie (Registrierung von Atempausen, Schnarchen, Bewegungen Brust-u. Bauchatmung, Sauerstoffsättugung, Lage, Herzfrequenzveränderung) über die Nacht |
| • |
Schnarchuntersuchung mittels flexibler Optik |
| • |
Untersuchung der Nasenatmung,Rhinomanometrie |
| • |
Operative Nasenmuschelverkleinerung zur Nasenatmungsverbesserung |
• |
Therapie der "verengten Nasenklappe" mit z.B. Nozovent o.ä. |
| • |
Anpassen von sogenannten Schnarchschienen (Progenierungsschienen) |
| • |
Kontrolluntersuchung nach nCPAP/BipAP |
mehr Informationen siehe unter folgenden Links |
Die Diagnostik und Therapie des Schnarchens und der damit verbundenen Beschwerden und Risiken sind inzwischen zur eigenen Wissenschaft geworden.
Man muß zwischen verschiedenen Arten von Schnarchen unterscheiden:
1. Dem harmlosen, jedoch für die Umwelt belastenden Schnarchen
(Nasenschnarcher und / oder Gaumensegelschnarcher), welches Lautstärken
bis zu 90 dB(A) erreichen kann.
2. Dem Schnarchen mit Atempausen, genannt auch (obstruktives)
Schlaf-Apnoe-Syndrom.
3. Als weitere Ursache für eine Tagesmüdigkeit kommt ein UARS (Upper airway resistance syndrom) mit sehr kurzen Verlegungen der oberen Atemwege während des Schlafes und typischen Aufweckreaktionen in Frage.
4. Eine seltene Ursache für Tagesmüdigkeit kann die Narkolepsie sein, die sich medikamentös behandeln lässt.
Schnarchen ist damit nicht nur ein soziales Problem, sondern durch den Zusammenhang mit dem obstruktiven (d.h. Einengung der Atemwege) Schlaf-Apnoe-Syndrom eine Gesundheitsstörung, die zur Entwicklung von Herz-Kreislauf- Erkrankungen langfristig führen kann.
|
|
Einengung des Rachens durch übergroße Mandeln



zum Vergrößern bitte Bild anklicken
|
19% der Bevölkerung schnarchen regelmäßig und zwar ca. 24% der Männer und
14% der Frauen. Die Häufigkeit des Schnarchens nimmt mit dem Alter zu.
In der Altersklasse 60-65 Jahren findet sich das Schnarchen am häufigsten.
In Deutschland gibt es mehr als 20 Mio. Menschen , die schnarchen. 200 000
leiden an lebensbedrohlicher Schlaf-Apnoe (Schlafen mit Atempausen), Männer
ca. 3x häufiger als Frauen.
Ambulante Schnarchdiagnostik (Respiratorische Polygraphie)



zum Vergrößern bitte Bild anklicken
|
|
Das Schnarchen korreliert außerdem mit dem Gewicht. 16% der Normalgewichtigen schnarchen und 45% der fettleibigen Menschen. Das Risiko für einen Gewohnheitsschnarcher, einer Herzerkrankung, d.h. z.B. einem Herzinfarkt zu erliegen, ist signifikant höher als bei einem Nichtschnarcher und zwar um das Doppelte.
Das Risiko für einen Schnarcher an Bluthochdruck zu erkranken ist auch doppelt so hoch wie für einen Nichtschnarcher. Es besteht damit sowohl in Bezug auf das Alter als auch auf das Gewicht ein Zusammenhang mit dem Schnarchen.
|
Im wachen Zustand ziehen sich die Muskeln so stark und ausreichend im Zungen-Mundbodenbereich zusammen, dass das Atemrohr offen gehalten wird. Im Schlaf reduziert sich der Muskeltonus, d. h. der Bereich der oberen Atemwege, der nicht vom stabilen Gerüst wie Kehlkopf und Luftröhre offen gehalten wird sondern durch Muskelzug gesichert wird, kann während der Einatmung zusammen fallen.
nach oben
Der Rachen wird durch den Unterdruck ringförmig eingeengt, Kehldeckel und Zungengrund wandern nach hinten und verkleinern die Öffnung. Es entsteht ein Schnarchgeräusch. Verlegungen der Atemwege führen über stärkere Druckschwankungen im Brustbereich zu höherer Belastung für Herz- und Kreislaufsystem und durch Sauerstoffuntersättigung zu Bluthochdruck , Herzrhythmusstörungen und Herzschwäche.
Verstärkt wird Schnarchen durch Schlafmittel und Alkohol. Zur Frage nach Apnoephasen sind zuerst die Lebensgefährten nach Häufigkeit und Dauer gefragt.
|
|
Messung Nasenatmung



zum Vergrößern bitte Bild anklicken
|
Therapie
Eine wenig eingreifende nahezu schmerzlose operative Maßnahme stellt die Radiofrequenztherapie am weichen Gaumen dar (Somnoplastie, mehr Informationen hierzu erhalten Sie unter der Internetadresse www.somnolab.de.
Eingreiferende operative Maßnahmen (neben anderen) sind die Operation mitTeilverkleinerung des Gaumens und Zäpfchens (UPPP/LAUP). Über weitere Maßnahmen spricht nach entsprechender Diagnostik Ihr Arzt mit Ihnen.
UPPP = Uvulopalatopharyngoplastik
LAUP = Laserassoziierte Uvuloplasik
nach oben
Schnarch-Operation
Beeinflussung des Schnarchens durch operative Eingriffe an der Nase
| • |
Nasenmuschelverkleinerung
(z.B. mit Hochfrequenzchirurgie, alternativ Radiofrequenzchirurgie) |
| • |
Plastische Septumkorrektur |
| • |
Gaumensegelplastik mit Radiofrequenzchirurgie: Zur Therapie des primären
Schnarchens steht mit der temperaturkontrollierten Radiofrequenztherapie (RFITT) (z.B.Somnoplastie) des weichen Gaumens eine minimal invasive Methode zur Verfügung. Hierbei wird unter der Schleimhaut mit Hilfe niederfrequenter Radiowellen eine thermische Destruktion des Gewebes erzeugt, wobei die Schleimhaut weitgehend intakt bleibt.
Durch die Gewebererhitzung werden Eiweiße denaturiert,vom Gewebe abgebaut und es setzt anschließend eine Schrumpfung-Verkleinerung des Gewebes mit Versteifung ein. Die postoperativ eintretende Vernarbung führt zu einer Straffung des Gaumensegels, Patienten mit schlaffem oder auch verdicktem Weichgaumen und „Webbing“ sind hierfür besonders geeignet. Die Erfolgschancen werden in mehreren Studien mit ca. 80% angegeben.
Bei der neuartigen Behandlungsmethode, die in den USA entwickelt wurde, wird mit sanften niederfrequenten Radiowellen innerhalb von Minuten genau das überschüssige Gewebe („webbing“) im Gaumen abgetragen das für das Schnarchen verantwortlich ist. Weil die Wunde im selben Moment von dem „unsichtbaren Messer“ wieder verschweißt wird, fließt kaum Blut.
Der Eingriff kann in örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Im Gegensatz zur Therapie mit Laser (LAUP = laser assoziierte uvulopatatoplastik) treten keine schmerzhaften Schwellungen auf, weil das Gewebe schonend geschnitten und nicht – wie beim Laser- bewußt verkohlt wird. Die bipolare RFITT (Radiofrequenzinduzierte Thermotherapie) ist in der HNO inzwischen ein anerkanntes Verfahren vor allem zur Behandlung von weichem Gaumen und Zungengrund (Schnarchen/OSAS) Nasenmuschelhyperplasie, Polypenrezidiven und hyperplstischen Tonsillen. Die Voteile der bipolaren RFITT sind vor allem gegenüber Laseranwendungen und konventionell chirurgischen Eingriffen sind patienten wie anwenderseitig enorm.
Die unter lokaler Betäubung behandelten Patienten sind unmittelbar nach dem Eingriff voll arbeitsfähig.Die äußert geringe Schmerzeintwicklung in den ersten drei Tagen nach der Behandlung beeinträchtigt kaum das Allgemeinbefinden der Patienten,deren Symptome nach Abschluß der Wundheilungsphase substantiell reduziert bzw. beseitigt sind.
Die RFITT stellt eine komlikationsarme Therapie dar, zumal Blutungen während oder nach der Behandlung n icht auftreten. Eventuell ist der Eingriff am Gaumensegel ein-bis zweimal zu wiederholen, falls der geweberedu-
zierende Effekt beim ersten Mal zu gering ausfällt.
|
nach oben
Die Erfolgschancen werden in mehreren Studien mit ca. 80% angegeben. Bei der neuartigen Behandlungsmethode, die in den USA entwickelt wurde, wird mit sanften niederfrequenten Radiowellen innerhalb von Minuten genau das überschüssige Gewebe („webbing“) im Gaumen abgetragen das für das Schnarchen verantwortlich ist. Weil die Wunde im selben Moment von dem „unsichtbaren Messer“ wieder verschweißt wird, fließt kaum Blut. Der Eingriff kann in örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Im Gegensatz zur Therapie mit Laser (LAUP = laser assoziierte Uvulopatatoplastik) treten keine schmerzhaften Schwellungen auf, weil das Gewebe schonend geschnitten und nicht - wie beim Laser - bewußt verkohlt wird.
Vor einer derartigen Operation sollte der Patient allerdings abgeklärt sein in Bezug auf ein sogenanntes Schlafapnoe (OSAS -obstruktives Schlafapnoe-Syndrom), dem krankhaften Schnarchen, bei dem im Schlaf regelmäßig die Atmung für Sekunden bis zu einer Minute und länger aussetzt, kann mittels Radiofrequenzchirurgie praktisch nicht geholfen werden, bis auf wenige Patienten als Unterstützung für die notwendige Beatmungstherapie über z.B. CPAP /BIPAP. Geeignet für die neue Technik sind vor allem so genannte primäre Schnarcher (Velumschnarcher – Gaumensegelschnarcher) deren Gaumensegel zu dick oder zu lang ist – was bei 90 % der 20 Millionen deutschen Schnarcher der Fall ist.
Links
Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (www.dgsm.de)
Literaturhinweis:
Dr. med. Derek S. Lipman, „Schnarchen, die Säge an der Liebe...“,
ISBN 3-77205-1651-2

nach oben |