|
Wer war dieser Mann?
| • |
8. Juli 1527 |
| • |
Sausen und Brausen im linken Ohr |
| • |
Danach Schwindel |
| • |
Spontan gebessert |
| • |
Eimer kalten Wassers und
herbeigerufener Arzt ohne Effekt |
Lösung: Martin Luther |
|
Angebot der Praxis
| • |
Ton- und Sprachaudiometrie |
| • |
Bestimmung der Tinnitusverdeckungskurve und des mixing point |
| • |
Bestimmung der Tinnitusintensität |
| • |
Umfelddiagnostik |
| • |
Tinnitus-Counseling |
| • |
individuell abgestimmte Therapie |
|
Jeder langdauernde bzw. chronische Tinitus erfordert eine gründliche ärztliche Abklärung. In wenigen Fällen allerdings ergibt diese eine heilbare Tinnitus-Ursache, aber durch sie kann eine schwerwiegende Ursache ausgeschlossen werden.
Die ärztliche Abklärung sagt Ihnen, wo Sie stehen – und das ist eine gute Voraussetzung für Ihre Aufgabe, mit Ihrem Tinnitus zurecht zu kommen.
Es geht um Ihren Tinnitus , kein Tinnitus ist gleich wie der andere. Darum gibt es auch keine schematische Behandlung, schon gar nicht ein generell tinnitus-wirksames Medikament. Von den unzähligen vorgeschlagenen Behandlungsmethoden sind zwar jeweils einzelne Behandlungserfolge berichtet worden, aber keine ärztliche oder nicht ärztliche Behandlungsmethode darf für sich den Anspruch erheben, für alle Tinnitus-Kranken wirksam zu sein.
Ob es sich nach dem Genuß lautstarker Rockmusik oder nach Schleudergang einer Karussellfahrt einstellt: Vorübergehendes Ohrensausen kennt fast jeder Erwachsene und empfindet es selten als belastend. Ohrgeräusche können jedoch auch als Gesundheitsstörung auftreten. Dann kann das Pfeifen oder Klingeln im Ohr zu Schlaflosigkeit und Depression führen und die Betroffenen von Ihrer Umwelt isolieren. Dazu kommt, dass die Ursachen dieses quälenden Leidens so vielfältig sind wie die Wege zu einer Behandlung.
Tinnitus (lateinisch: Geklirr, Klang) lautet der medizinische Sammelbegriff für Ohrgeräusche. Wie Dr. Sven Tönnies, Universität Hamburg, in seinem Ratgeber „ Leben mit Geräuschen“ (Roland Assanger Verlag, Heidelberg) erläutert, ist der Tinnitus jedoch keine eigenständige Krankheit, sondern nur ein Krankheitszeichen, das auf eine Funktionsstörung des Gehörs hin weist. Aufgrund neuester Erkenntnisse der UNI Konstanz scheint Tinnitus wie eine Art Phantomschmerz erklärt und hierüber ein neues Behandlungskonzept erstellt werden zu können.
Weitere mögliche Ursachen sind z.B. eine falsche Kopfhaltung, ungünstige Arbeitsbedingungen und stressbedingte Verspannungen im oberen Bereich der Halswirbelsäule, die zu Ohrgeräuschen führen können. Zum Teil drastische Verbesserungen haben sich bei einigen Tinnitus-Patienten nach chirotherapeutischen Eingriffen eingestellt, Tönnis empfiehlt Betroffenen daher auch einen Orthopäden aufzusuchen.
Außer von einem Orthopäden sollten sich Tinnitus-Patienten von ihrem Hausarzt auf Herz-Kreislauferkrankungen untersuchen und ihre Blutwerte überprüfen lassen. Der Kieferorthopäde und der Zahnarzt können feststellen, ob der
Tinnitus durch Kiefergelenksveränderungen oder nächtliches Zähneknirschen
verursacht wird.
nach oben
Tinnitus kann bei allen möglichen Ohrleiden auftreten (akute oder chronische Lärmschäden, Altersschwerhörigkeit, Menière, Hörsturz, toxische Schäden, sowie durch Medikamente ). Wie es zur Tinnitus-Wahrnehmung beim Fehlen äußerer Schalleinwirkung kommt, ist noch weitgehend unklar. Im allgemeinen entspricht jedoch die Art der Tinnitusgeräusche in ihrer Tonlage genau dem erlittenen Innenohrschaden.
Leider sind die meisten Tinnitusarten weder medikamentös noch chirurgisch heilbar. Der zugrundeliegende Innenohrschaden kann eben in den wenigsten Fällen rückgängig gemacht werden. Für den Tinnituskranken stellt sich daher die Aufgabe, mit dem Tinnitus leben zu müssen.
Entspannungsübungen haben sich in der Behandlung des Tinnitussyndroms als besonders wirksam erwiesen. Die progressive Muskelentspannung nach Jakobsen, das autogene Training und die Meditation, die nach einer Einführung von dem Patienten alleine durchgeführt werden können, haben entscheidende Verbesserungen bewirkt. Um die Belastung zu bewältigen, die sich in Unruhe, Konzentrations- und Schlafstörungen, Ängsten und Depressionen äußert, können Tinnitus-Patienten verschiedene Strategien wählen.
Die derzeit wissenschaftlich untersuchte und medizinisch wohl sinnvollste Therapieoption stellt die aus Amerika kommende Tinnitusretrainingstherapie dar,
bei der verschiedene Therapeuten (HNO, Hörgerätakustiker, Neurologe ggf. Psychotherapeut) ein zentrales „Abschalten“ bzw. „Filtern“ des Tinnitus vornehmen. Diese Therapie ist ambulant möglich.
Im Rahmen einer Verhaltenstherapie während eines stationären Rehabilitatons-
aufenthaltes in einer speziellen Tinnitus-Klinik, werden Maßnahmen zur Verhaltensänderung entwickelt, um die Krankheitssymptome zu verringern.
Vielen Patienten bedeutet es zudem eine große Entlastung, in einer Selbsthilfegruppe (z.B. Deutsche Tinnitus-Liga, Wuppertal) über ihre Probleme sprechen zu können, Erfahrungen auszutauschen und der Isolationsgefahr entgegenzuwirken.
nach oben
Beim HNO-Arzt finden neben einer Tinnitusdiagnostik auch ein sogenanntes Tinnitus-
Counseling, d.h. eine Beratung und Besprechung aller Untersuchungsergebnisse, sowie der Bewältigungsstrategien, statt .
|
|
Tinnitus-Verdeckungskurve



zum Vergrößern bitte Bild anklicken
|
Unter anderem kann zu einem Tinnitusbewältigungstraining motiviert werden:
Das Auftreten des Ohrgeräusches führt zum Verlust der Stille und dadurch evtl.
auch zu einer Angstsymptomatik, zu Konzentrations- u. Schlafstörungen, welche Ohrgeräusche wieder verstärken können.
Durch ein Tinnitusbewältigungstraining soll die Bedeutung des Ohrgeräusches schon zu Beginn der Erkrankung in den Hintergrund gedrängt werden, um seine krankmachenden Eigenschaften zu verlieren. Wer an einer Bahnlinie wohnt, wird anfangs noch jeden Zug hören, nach relativ kurzer Zeit dadurch nicht mehr gestört werden, weil das Gehirn das Geräusch des Zuges als unwichtiges Geräusche nicht mehr durch einen Filter läßt.
Eine Mutter kann durchaus trotz eines laut vorbeifahrenden Lastwagens weiterschlafen, während das leise Weinen des Kindes die Mutter aus dem Schlaf reißt. Auch hier wirkt der Filter in dem Sinne, daß nur die für das Leben wichtigen Gräusche „durchgelassen“ werden. Diese Fähigkeit kann geschult werden.
Links
www.tinnitus-liga.de
www.tinnitus.org
www.hno.org
www.tinnitus-pjj.com
nach oben |